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Grappa

Grappa :
Die Wandlung ist perfekt! Der Grappa, es heisst eigentlich DIE GRAPPA, hat sich vom einfachen Bauernschnaps zur Edelspirituose gewandelt ! Aber…beginnen wir bei den Ursprüngen für die Entstehung des Grappa. Die ersten Datierungen schwanken um den Zeitraum vom 5. bis zum 9. Jahrhundert. Von den Burgundern, die den Bauern im Friaul die Kunst des Destillierens brachten, reichen die historischen Berichte bis hin zu den Arabern, die über Sizilien im 9. Jahrhundert die Destillation nach Italien einführten und somit in ganz Europa verbreiteten.
Bereits im 15. Jahrhundert existierte ein eigenständiger Handel mit Grappa, auch außerhalb Italiens. Die Herstellung wurde reglementiert, jedoch erlaubte man den Bauern, für den eigenen Bedarf eine kleine Produktionsmenge zu brennen. Die Folge war, dass die Grappa im 15. Jahr-hundert als „Armeleuteschnaps“ galt.
Durch die ständige Verbesserung der Destillationsverfahren über viele Generationen von Bauern und Winzern wurde aus dem einfachen „Klaren“ eine edle und unverwechselbare Spirituose.
 
Die Herstellung von Grappa:
Das Wort „Destillieren“ beinhaltet stilla, welches der Tropfen heisst. Unter dem Begriff Destillieren verbirgt sich die Kunst, freigesetzte Bestandteile einer Grundsubstanz aufzufangen und durch langsames, tropfenweises Sammeln ein flüssiges Gemisch entstehen zu lassen. Die Kunst war bereits bei den  Römern, Ägyptern und den Griechen bekannt.
Bereits kurz nach der Lese wird der Alkohol aus dem Fruchtzucker der Weintrauben gebildet. Die Maische beginnt durch Zuführung von Hefe bereits früh mit der Gärung. Durch die Kelterung des Trestersaftes entsteht ein Wein mit einem Alkoholgehalt von etwas 15% vol..
Durch die anschließende Destillation gewinnt man den hochwertigeren Alkohol –die Grappa. Um eine gute Grappa zu erlangen, benötigt man immer den frischesten Trester. Die Grappa lebt von seinen Fruchtaromen. Während der Destillation wird der Trester in Kolben erhitzt und die dadurch entstehenden Dämpfe durch Kühlung zu einer Flüssigkeit mit hohem Alkoholgehalt kondensiert und in einem zusätzlichen Kolben aufgefangen. Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden, um eine reine Grappa zu erhalten.
Die Grappa muss weich, kräftig und fruchtig im Geschmack sein. Trotz ihres starken Charakters sollt sie immer angenehm den Gaumen um-schmeicheln.