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Whisky

Whisky
Sein Name sagt alles: Das Wort „Whisky“ kommt aus dem Gälischen und bedeutet „Lebenswasser“. Das traditionsreiche Getränk weckt nicht nur Lebensgeister, sondern ist auch ein Quell des Genusses für jeden Liebhaber von Spirituosen. Ebenso faszinierend wie sein Name ist seine Geschichte. 1494 ist das Jahr seiner ersten urkundlichen Erwähnung in seiner Ursprungsregion Schottland.
Doch schon bald wurde die Produktion von Whisky stark beschränkt: 1505 ging in Edinburgh das erste belegte Monopol zur Destillation an die Chirurgengilde. 1579 beschloss das schottische Parlament schließlich, dass ausschließlich Earls, Lords, Barone und Gentlemen Whisky zum Eigenbedarf destillieren dürfen. Nur: Bei der Landbevölkerung hatte sich zu dieser Zeit die Whiskyherstellung längst eingebürgert. Die Regierung sah in dieser Schwarzbrennerei eine weitere Einnahmequelle und belegte 1644 im „Act of Excise“ eine Steuer auf den Alkohol, der auf dem Land produziert wurde. Jedoch ohne Erfolg.
1777 hatten beispielsweise in Edinburgh nur acht von 408 Brennereien eine Lizenz. 1821 wurden in ganz Schottland 14.000 illegale Destillerien ausgehoben. Um die Schwarzbrennerei zu beenden, wurde schließlich 1823 ein neuer „Exise Act“ verabschiedet. Mit ihm kürzte die Regierung die Abgaben der Brenner. Das hatte zur Folge, dass viele Schwarzbrenner ihre Destillerien legalisierten. Auch die Bevölkerung anderer Länder ist schnell auf den Geschmack gekommen. So wird heute zwischen vier verschiedenen Whiskyarten unterschieden.
 
Verschiedene Länder, unterschiedliche Whiskys
Jeder Whisky wird aus einer Getreidemaische hergestellt, die destilliert wird. Die Getreidearten, die in den verschiedenen Ländern für die Maische verwendet werden, sind jedoch unterschiedlich. Zu der Güte, die einen Whisky auszeichnen, führen neben den Rohstoffen, die unterschiedlich verarbeitet werden (Malt Whisky wird zum Beispiele ausschließlich aus Gerste hergestellt, die zum Keimen gebracht und dann über Torf- oder Kohlefeuer je nach Ursprungsgebiet getrocknet wird), die Wasserqualität sowie die Art und Dauer der Reifung in Holzfässern. Whiskys haben einen Mindestalkoholgehalt von 40%vol.
 
Der Genuss
Egal, welches Herkunftsland und welchen Geschmack Sie bevorzugen. Sie werden feststellen: Der Name ist treffend! Whisky ist –in Maßen genossen- ein wahres „Lebenswasser“.
 
Scotch Whisky
Ein Whisky darf nach dem Gesetz als Scotch bezeichnet werden, wenn er in Schottland hergestellt, mindestens 3 Jahre im Eichenfass gelagert wurde und 40%Alkohol aufwei9st. Im Wesentlichen unterscheidet man folgende Arten von Scotch Whisky:
  • Single Malt Whisky
Produkt einer einzigen Destillerie (z.B. Limkwood, Bowmore, Glenturret), hergestellt ausschließlich aus gemälzter Gerste, Hefe und Wasser. Hieraus resultiert die Bezeichnung Malt. Gebrannt wird zweimal in großen, zwiebelförmigen Kupfer-Brennblasen, den sogenannten Pot-stills. Flaschenabfüllungen von Single-Malts beinhalten, um den Geschmack konstant zu halten, meistens verschiedene Jahrgänge einer Destillerie. Die Altersangabe auf der Flasche (z.B. 12 Jahre) bezieht sich dann immer auf den jüngsten Anteil. Gemeint ist mit der Altersangabe immer die Verweildauer im Fass.
  • Vatted-Malt
Ein Vatted ist ein Gemisch von Single Malts aus verschiedenen Destillerien zu einem gleich bleibenden hochwertigen Produkt mit eigener Identität. Oft werden Whiskys einer Region zu einem Vatted verarbeitet, um so den charakteristischen Geschmack dieser Gegend zu zeigen. Die Bezeichnung und Etikettierung von Vatted Malt ist nicht immer eindeutig, so darf er sich auch Pure Malt und Scotch Whisky nennen.
Ein Malt Whisky darf keinen Tropfen Grain-Whisky enthalten, sonst ist er ein Blended.
  • Grain-Whisky
Grain- oder Getreidewhisky wird industriell hergestellt aus der Maische verschiedener Getreidekörner. Es können Weizen, Roggen, Mais aber auch Gerste zum Einsatz kommen. Destilliert wird im kontinuierlichen Verfahren in einer Patent- oder Coffey-Still Anlage. Grain-Whisky wird in der Regel zu verschneiden mit Malt-Whisky verwendet, hieraus resultiert dann die Bezeichnung Blended Whisky.
  • Blended-Scotch-Whisky
Dieser Whisky ist ein Gemisch aus hochwertigem Single-Malt mit billigerem Grain-Whisky. Hierbei gibt es kein festgelegtes Mengenverhältnis. In der Regel überwiegt bei weitem der billigere Anteil. Blended Whisky ist im Geschmack neutraler als ein Single malt, enthält er doch weitaus weniger spezifische Geschmacksnuancen als eineinziger Whisky. Die Kunst des Blending besteht darin, reife Whiskys aus verschiedenen Brennereien –Malt und Grains- miteinander zu mischen. Ein Blended enthält 15-150 verschiedene Whiskys, die nach einer geheim gehaltenen Formel vermischt sind. Um langfristig große Mengen eines gleich bleibenden, bestimmten Geschmacks zu erzeugen. Heute werden ca. 95% aller Scotch-Whisky als blended Scotch verkauft. Sie stehen als Johnnie Walker, Ballentines`s, White Horse etc. in den Regalen der Supermärkte.
  • Single Cask
Single-Cask nennt man einen unverschnittenen Whisky aus einem einzigen, in der Qualität herausragenden Eichenfass !
 
Die Herkünfte von Lowlands, Highlands und Islands:
Dunkle Seen, trotzige Burgen, Heidelandschaft, einsame Dörfer, wilde Hochmoore. Die raue Natur Schottlands prägt den Charakter des Whiskys und den der Menschen. Sie hatten es immer schon schwer mit dem Lebensunterhalt. So bietet der Whisky heute noch neben dem Tourismus die einzige sicher Einkunftsquelle für die Schotten. Im wahrsten Sinne ist er Lebenswasser einer vom rauhen Klima geprägten Landschaft. Die Herkunft von Single-Malt-Whisky kann man grob in vier Hauptgebiete unterteilen: Lowland, Highland, Island und Islay. Diese Einteilung erscheint auf den ersten Blick rein geographisch dargestellt zu sein. Die Herstellung und die Reifung des Whisky in den einzelnen Regionen ist jedoch so unterschiedlich, dass die daraus resultierenden geschmacklichen Charakteristika auch für den unerfahrenen Whiskytrinker erkennbar sind. Fachlich Interessierte differenzieren die Herkünfte weiter in Campeltown, Westliches Hochland, Östliches Hochland, Lowland, Perthshire, Speyside, Islay und Inseln.
Welcher ist nun der Beste? Jede Destillerie produziert ihren Whisky so gut, wie es ihr nach den örtlichen Gegebenheiten möglich ist. Deshalb stellt sich nun die Frage nach dem besten Whisky. Die Unterschiede resultieren nicht aus der Qualität sondern sind eher geographischer Natur.
Lowland: Der Hauptunterschied der Lowland Whiskys, zu denen anderer Regionen liegt in der Herstellung. Hier wird dreimal gebrannt unter Verwendung eines nur geringen Torfanteils. Daraus resultiert ein im Geschmack leichterer, weniger rauchiger Whisky. Auf der Zunge und im Abgang eher trocken, eignet er sich sehr gut als Aperitif. Die bekanntesten Lowland-Destillen sind Auchentoshen und Glenkinchie.
Highland: Die Highlands sind die Hauptwhisky-Region in Schottland. Hier gibt es die meisten Single-Malt Brennereien. Der Whisky ist meistens torfiger, mittelschwer, oft mit nussigen und süßen Nuancen. Viele Whiskytrinker verbinden mit diesem rauchig, würzig-süßen Geschmack der Highlands das klassische Whiskyaroma. Auf Grund der Größe der Highlands gibt es doch zahlreiche und reizvolle Variationen beim Single Malt, die zum teil durch regionale Unterschiede entstehen. Hervorzuheben ist hier besonders die Region Speyside mit einer Vielzahl der bekanntesten Whisky-Destillerien überhaupt. Mit Glenfiddich (der Marktführer), Cardhu, Glanfarclas, The Macallan, Glenlivet, Linkwood sind hier nur einige davon genannt.
Island: Der Whisky der Hebriden- und Orkney-Inseln wird in manchen Beschreibungen auch noch den Highlands zugerechnet. Sie weisen im Geschmack schon deutlicher den Einfluss des Meersklimas auf, hieraus resultiert ein kräftiger, würziger Charakter, der auch stark vom Torf geprägt ist. Bekannteste Marken sind Taliker (Insel Syke), Highland Park (Ins3l Orkney) und Isle of Jura (Insel Jura).
Islay: Die südlichste Insel der inneren Hebriden wird in Fachkreisen als eigenständige Herkunft gezählt. Gründe hierfür sind sicherlich in der großen Anzahl der hier ansässigen Brennereien aber auch in dem für ISLAY Whisky Charakteristischen, teils extremen Geschmack zu suchen. Große Teile der Insel bestehen aus Torf, was den Geschmack des Wassers beeinflusst. Das raue Seeklima und die Verwendung stark getorften Malzes verleihen dem Islay Whisky seine besondere Note mit Anklängen von Teer, Jod, Seetang und Salz. Dieser Geschmack wird gelegentlich auch als medizinisch beschrieben. Die wichtigsten Destillerien sind Bowmore, Lagavulin und Laphroaig.
Kältefiltration: Wenn Whisky auf eine niedrige Temperatur gebracht wird, oder bei sehr niedriger Temperatur gelagert wird, besteht die Möglichkeit der Eintrübung. Durch Abkühlen unter den Gefrierpunkt kann man die Trübung als Ablagerung herausfiltern. Danach bleibt der Whisky immer klar. Es besteht jedoch bei dieser Methode die Gefahr, dass man Substanzen aus dem Whisky entfernt, die zum Charakter beitragen und ihr Fehlen den Whisky nachteilig verändert. Unsere Whiskys werden zur Schonung des spezifischen Aromas „unchilled filtered“, das heißt ohne Kältefiltration geliefert. Eine leichte Eintrübung bei Verwendung von Wasser zum Herabsetzen des Alkohols oder bei der Kühlung durch Eiswürfel (igitt) ist natürlich und hat keine Beeinträchtigung des Geschmacks zur Folge.
Whiskyfässer: Gesetzlich ist festgelegt, dass Whisky in Eichenfässern lagern und reifen muss. Hierfür werden neben europäischen auch amerikanische Hölzer eingesetzt. Oft werden amerikanische Bourbon-Whisky Fässer in Schottland weiterverwendet, denn das amerikanische Gesetz schreibt zur Reifung des Bourbon vor, dass jeder Jahrgang in neue Fässer gelegt werden muss. Ein großer Teil stammt aber auch aus Spanien und wurde früher zur Lagerung von Sherry, Madeira oder Port benutzt. Standardfass ist ein sogenannter „Hogshead“ mit 250l Inhalt. „Butts“ haben den doppelten Inhalt „Barrels“ fassen dagegen nur 180 Liter.
Farbe des Whisky: Viele Malt-Whiskys (auch bedeutende) kommen heute aus Marketinggründen gefärbt auf den Markt. Hierfür wird Zuckercouleur eingesetzt. Wer die Originalfarbe auch alter Whiskys kennt, fragt sich: „ Warum sind andere Whisky so dunkel? “ Zum Glück halten es viele Whiskyliebhaber so wie wir und lehnen eine Verfremdung des mit viel Sorgfalt und handwerklichem Können hergestellten Getränkes ab. Alle unsere Single-Malt-Whiskys erhalten Sie garantiert ohne Färbezusatz in der Originalfarbe.